Die Wahrheit über Vitamin D
Das derzeit am heißesten diskutierte Thema in der Medizin ist nicht etwa eine neue Operationsmethode oder ein neues Medikament. Es ist wie so oft ein Vitamin – dieses Mal ist es Vitamin D. Was die lange Jahre vor sich hin köchelnde Debatte um Vitamin D schlussendlich zum Brodeln brachte, war eine Studie aus dem Jahr 2007, die erst im letzten Jahr von der Medizin so richtig beachtet wurde.
Diese Studie belegt nämlich, dass die Menschen, die täglich eine Nahrungsergänzung in Form von Vitamin-D-Tabletten zu sich nahmen, eine 7 % geringere Sterblichkeit hatten als Menschen, die kein Vitamin D einnahmen.
Nur ein Jahr später zeigte eine weitere Studie, dass Frauen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel mit höherer Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs erkranken und dann auch an dieser Krebserkrankung sterben. Das war eine überraschende Erkenntnis, aber viel überraschender ist, wie viele Männer, Frauen und Kinder einen viel zu niedrigen Spiegel dieses wirklich wichtigen Vitamins im Blut aufweisen.
Und zwar dramatisch zu wenig! Bis zu 42 % lagen die Werte unter denen, die Sie brauchen, um von einem gesunden Vitamin-D-Spiegel sprechen zu können.
Warum Ihr Körper Vitamin D braucht
Ihr Körper braucht Vitamin D, um das Kalzium, das Sie ihm über die tägliche Ernährung zuführen, in Ihre Knochen einzubauen. Ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel führt auch zu Fehlentwicklungen des Skeletts bei Kindern und zu Knochenbrüchigkeit sowie Osteoporose.
Aber die Bedeutung von Vitamin D ist noch viel umfangreicher. Ein Vitamin-D-Mangel wird derzeit auch in Verbindung gebracht mit Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Herzkrankheiten, Depression und Gewichtszunahme sowie weiteren Krankheiten. Derzeit schlagen einige Wissenschaftler in den USA vor, dass besonders Menschen in den nördlichen Breitengraden, die gerade im Winter nicht genug Sonnenlicht bekommen, ihren Vitamin-D-Haushalt mit gezielten Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.
Denn das ist die Alternative zur Vitamin-D-Einnahme: Wenn Ihre Haut mit UV-B-Strahlen in Kontakt kommt, entsteht ebenfalls das lebenswichtige Vitamin D. Denn Vitamin D ist im eigentlichen Sinn kein Vitamin, sondern die Vorstufe für ein Hormon. Das meiste Vitamin D bildet Ihr Körper unter dem Einfluss von UV-B-Strahlung aus der Sonne in Ihrer Haut aus Cholesterol. Aber die Angst vor Hautkrebs geht um, und damit wird auch der Kontakt zu Sonne als Energiespender immer zurückhaltender.
Fortsetzung folgt mit Teil 2: Wie versorgen Sie sich optimal mit Vitamin D?
