Sind Sie bereit für eine 21-Tage-Herausforderung?
Wie wäre es, gesünder, zufriedener, schmerzfreier und glücklicher zu sein und Ihre Beziehungen friedlicher und konfliktfreier zu gestalten?
Es ist nur eine Frage weniger Wochen, und Sie können Ihr Leben so leben, wie Sie es sich immer erträumt haben. Und dazu brauchen Sie nur diesen einen Rat zu befolgen.
Hören Sie auf zu klagen.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wir alle tun es. Das Wetter ist lausig. Die Nachbarn rücksichtslos. Der Preis ist zu hoch. Die Kinder sind schlampig. Der Chef ist ein Narr. Die Autobahn eine einzige Baustelle. Und so weiter und so fort ...
Die meisten denken, sie sind besonders ehrlich, wenn sie klagen und jammern, weil sie laut aussprechen, was sie denken. Das mag sein, aber es geschieht noch etwas anderes: Wenn wir klagen und jammern, konzentrieren wir uns auf das, was in unserem Leben falsch läuft, anstelle darüber zu reden, was alles gut läuft.
Studien belegen zudem, dass unsere Motive für unsere lauten Klagen auch nicht immer die besten sind.
Wenn wir zum Beispiel mit dem Finger auf die Fehler anderer Menschen zeigen, dann nur deswegen, weil wir beweisen wollen, dass wir besser sind. Indem wir andere niedermachen, versuchen wir, unser eigenes angekratztes Selbstbewusstsein wieder aufzubauen.
Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein haben so etwas nicht nötig.
Nehmen Sie zum Beispiel diejenigen, die in einem Restaurant immer etwas zu kritisieren haben. Das Essen ist nicht okay oder der Wein stimmt nicht. Ein Ziel solcher Beschwerden kann sein, die eigene Überlegenheit unter Beweis zu stellen oder andere herabzuwürdigen. Aber solche Aussagen können genau das Gegenteil bewirken. Sie ruinieren sich und Ihrer Begleitung ein schönes Essen und Ihre Absichten sind mehr als durchschaubar.
Manchmal dienen unsere Klagen auch als eine Art Ausrede oder Entschuldigung. In seinem neuen Buch „Einwandfrei“ schreibt der Geistliche Will Bowen: „Jedes Mal, wenn Sie so etwas sagen wie Alle Männer haben Bindungsangst oder Jeder in meiner Familie ist fett oder Ich bin ein Chaot, machen Sie sich selbst zum Opfer. Und Opfer werden niemals Sieger. Sie haben aber die Wahl, was Sie sein wollen.“
Bowen führt das weiter aus und sagt: „Redewendungen wie Ja klar, das Glück habe ich immer, so etwas kann nur mir passieren sind erlaubt. Aber nur, wenn etwas Gutes geschehen ist. Verpassen Sie niemals eine Chance zu sagen Ja klar, wenn Ihnen etwas Gutes widerfährt – ganz gleich, wie wichtig der Vorfall war.“
Es ist völlig okay zu zeigen, wenn Sie unzufrieden sind. Unzufriedenheit ist die Mutter der Entwicklung. Der Schlüssel liegt darin, wie Sie sich dabei ausdrücken. Sie können darüber stöhnen, wie schlecht die Dinge sind. Oder Sie können die Welt um Sie herum motivieren und allen vor Augen führen, wie viel besser die Situation sein wird, wenn das Problem erst gelöst ist.
Denken Sie daran, dass Sie mit den Worten, die Sie dazu wählen, eine ganze Welt kreieren können. Und dass Sie die Wahl haben, etwas als Problem zu beschreiben oder aber als Chance. Sie können sagen „Ich muss ...“ oder Sie können sagen „Ich will ...“. Sie können eine schwierige Wendung in einer Angelegenheit als Rückschlag bezeichnen oder aber als Herausforderung.
Will Bowen sagt dazu: „Sich zu beklagen ist gelegentlich okay, aber Kritik und Gerüchte sind es niemals. Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, sind die Anlässe im Leben, bei denen wir wirklich Grund zur Klage hätten, mehr als selten ... Wenn man ein glücklicher Mensch ist, der seine negativen Gedanken im Griff hat, und wenn man das Leben nach seinen eigenen Regeln gestaltet, braucht es schon eine sehr hohe Schmerzschwelle, um sich wirklich zu beklagen.“
Vielleicht glauben Sie ja auch von sich, dass Sie sich generell wenig im Leben beklagen. Oder Sie denken, dass Klagen zu Ihrem Leben gehören, weil Sie eben so sind. In beiden Fällen liegen Sie daneben.
Und deswegen lade ich Sie ein, sich die 21-Tage-Herausforderung von Will Bowen genau anzusehen. Es geht darum 21 Tage nicht zu klagen. 21 Tage deswegen, weil es mindestens 21 Tage dauert, ein neues Verhaltensmuster anzunehmen.
Lesen Sie selbst nach, auf seiner Homepage http://www.acomplaintfreeworld.org/ . Wenn Sie die Armbänder, die er dort anbietet, nicht anfordern wollen, weil Ihnen das zu umständlich ist, dann nutzen Sie einfach einen violetten Bindfaden, der kann den gleichen Zweck erfüllen. Denn jedes Mal, wenn Sie sich beim Lästern, Kritisieren oder Jammern erwischen, ziehen Sie das Armband an die andere Hand und beginnen die 21 Tage von vorn. So lange, bis Sie es geschafft haben, 21 Tage in Folge ohne Klagen, Jammern, Lästern und Kritisieren auszukommen.
Das ist noch viel schwieriger, als es klingt. Bisher haben mehr als 6 Millionen Menschen in 80 Ländern dieses Armband angefordert. Und im Schnitt brauchten diese Menschen 4 bis 8 Monate, um die 21 Tage ohne Klagen durchzuhalten.
Die, die es geschafft haben, sind begeistert. Diese simple Übung hat das Leben von Menschen verändert und ganze Organisationen und Firmen „erzogen“.
Diese Geschichte aus dem Buch möchte ich Ihnen zum Abschluss mit auf den Weg geben:
„Ein junger Mensch schloss sich einem Orden an, in dem absolutes Schweigen gefordert war. Doch stand es dem Abt frei, einem Mönch die Erlaubnis zum Sprechen zu erteilen. Es dauerte fast fünf Jahre, bis der Abt an den Novizen herantrat und ihn ansprach: Du darfst zwei Worte sagen.
Der Mönch wählte seine Worte sorgsam: Hartes Bett, sagte er.
Mit echter Anteilnahme gab ihm der Abt darauf zur Antwort: Es tut mir leid, dass dein Bett unbequem ist. Wir werden zusehen, dass wir dir ein anderes besorgen können.
Etwa im zehnten Jahr seines Klosteraufenthaltes trat der Abt wieder an den jungen Mönch heran: Du darfst jetzt noch zwei Worte sagen.
Kaltes Essen, sprach der Mönch.
Nun, wir werden sehen, was wir tun können, erwiderte der Abt.
Am 15. Jahrestag seines Klostereintritts sagte der Abt erneut zum Mönch: Du kannst jetzt zwei Worte sprechen.
Ich gehe, sagte der Mönch.
Das wird wahrscheinlich auch das Beste für dich sein, erwiderte der Abt. Seit du hier eingetreten bist, hast du ja nur herumgenörgelt.“
Will Bowen, Einwandfrei, A Complaint Free World, München, Arkana 2008, S. 90ff
