Cholesterinsenker stehen im Verdacht, die Ergebnisse der PSA-Werte bei Vorsorgeuntersuchungen zu verfälschen

Die Hinweise, dass die Einnahme von sogenannten Statinen (Cholesterinsenker/Blutfettsenker) die Werte des prostata-spezifischen Antigens (PSA) verfälschen, mehren sich. Forscher der Wake Forest Universität in Winston-Salem, North Carolina, USA, haben die Daten von 3.828 ihrer Patienten im Nachgang zu einer Prostatakrebsbehandlungen analysiert. Bei diesen Männern wurde zwischen 2001 und Juli 2008 Prostatakrebs mit einer radikalen Prostataentfernung behandelt. 1.031 Männer hatten vor dem Eingriff zusätzlich eine Therapie mit Statinen, um hohe Cholesterinwerte zu behandeln.

Nach Auswertung aller Analysen ergab sich eine durchschnittliche Verringerung des PSA-Wertes bei der Einnahme von Statinen um 4,7 Prozent. Die Wissenschaftler sind alarmiert, weil damit eine Aussage, wie und ob der Krebs sich nach der Behandlung entwickelt hat, verzerrt ist. Weitere Studien müssen folgen, um abzuklären in wie weit verfälschte PSA-Werte zu einer verspäteten Diagnosestellung führen und damit zu einer verspäteten Behandlung!

Mein Rat: Nutzen Sie das Angebot der Vorsorgeuntersuchung für Prostatakrebs und informieren Sie Ihren Arzt in jedem Fall über die Einnahme von Statinen. Nur dann kann Ihr Arzt die Untersuchungsergebnisse der PSA-Werte richtig interpretieren.

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Dr. Ralf HettichMehr Informationen im Webblog: Dr. Ralf Hettich's Neuigkeiten zur Prostata-Gesundheit.

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» Empfohlen von "Hauptsache Gesund", der Gesundheitssendung im MDR-Fernsehen.

» Dr. Ralf Hettich über "Gefahrenzone Prostata" im Schwarzwälder Boten. (PDF 972 KB)