Knochenschädigung durch Prostatamedikamente?
Forscher wollten herausfinden, ob Medikamente gegen die vergrößerte Prostata auch die Knochen schädigen
Millionen von Männern leiden an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Für die Behandlung stehen verschiedene Medikamenten zu Verfügung. Aber welche Auswirkung haben diese Medikamente auf die Knochengesundheit?
Forscher schätzen, dass im Jahr 2010 etwas mehr als 8 Millionen Männer in den Vereinigten Staaten, die zwischen 50 und 79 Jahre alt sind, an einer gutartigen vergrößerten Prostata leiden. Medikamente, die bei einer vergrößerten Prostata oder auch benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt werden, können in zwei Gruppen unterteilt werden:
- 5-alpha-Reduktase-Hemmer und
- Alpha-Blocker.
Die Forscher, angeführt von Steven J. Jacobsen von der Kaiser Permanente Southern California, wollte herausfinden, ob es irgendwelche Zusammenhänge zwischen den 5-alpha-Reduktase-Hemmern und Frakturen der Hüfte gibt. Beispiele für solche Medikamente sind Proscar und Avodart. Diese Medikamente behandeln BPH, indem sie das Testosteron hemmen, in das Dihydrotestosteron überzugehen. Die Forscher beziehen sich auf andere Studien, die andeuten, dass Dihydrotestosteron möglicherweise eine Rolle beim Knochenstoffwechsel spielt. Bisher konnten aber keine weiteren Hinweise gefunden werden, die diese Theorie stützen.
Die Forscher sammelten zwischen 1997 und 2006 Daten von 7.076 Männern (45 Jahre und älter), die alle eine Fraktur der Hüftknochen hatten. Diese verglichen sie mit einer Gruppe von genau 7.076 vergleichbaren Männern, die keinen Hüftbeckenbruch erlitten haben. Ein gleicher Prozentsatz von Männern in jeder Gruppe hatte eine vergrößerte Prostata. Folgendes haben die Forscher herausgefunden:
- 109 von den Männern mit der Hüftfraktur haben 5-alpha-Reduktase-Hemmer eingenommen.
- 141 von den Männern ohne Hüftfraktur haben 5-alpha-Reduktase-Hemmer eingenommen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: 5-alpha-Reduktase-Hemmer sind nicht mit einem höheren Risiko für einen Hüftbeckenbruch verbunden. Ganz im Gegenteil, Sie verringern das Risiko für einen Hüftbeckenbruch.
Prostata - was Mann ab 40 wissen sollte
Viel zu lange sind die Probleme, die Männer mit zunehmendem Alter mit ihrer Prostata haben tabuisiert worden.
Um Vorsorge Untersuchungen ranken sich Angst einflößende Märchen und Mythen und viele Männer glauben immer noch, dass eine Vergrößerung der Prostata einem Todesurteil gleich kommt.
Mit diesen alten und falschen Bildern räumt dieses Buch auf.
| » Empfohlen von "Hauptsache Gesund", der Gesundheitssendung im MDR-Fernsehen. |
» Dr. Ralf Hettich über "Gefahrenzone Prostata" im Schwarzwälder Boten. (PDF 972 KB)



