Kaffee kann das Prostatakrebs-Risiko vermindern

Neue Studie belegt, dass Kaffeetrinker ein 60 Prozent niedrigeres Risiko haben, Prostatakrebs zu entwickeln

Kaffee kann das Prostatakrebs-Risiko vermindernRegelmäßiges Kaffeetrinken kann das Risiko vermindern, an Prostatakrebs zu erkranken, so das Ergebnis amerikanischer Studien, die im Herbst letzten Jahres bei der Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung in Houston, Texas, vorgestellt wurden.

Diese Studie zeigt, dass Männern, die viel Kaffee trinken ihr Risiko einer Prostatakrebserkrankung um 60 Prozent senken können im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinker. Die Ergebnisse wurden von Kathryn M. Wilson vom Channing Labor der Harvard Medical School und der Harvard School of Public Health vorgestellt. Doch die Forscher sagen gleich, dass es zu früh sei, den Männern zu sagen, sie sollen anfangen, Kaffee zu trinken, um Prostatakrebs vorzubeugen. Die Resultate sind jedoch ermutigend.

Bisher sind sehr wenige Faktoren des Lebensstils mit dem Prostatakrebs in Verbindung gebracht worden. Daher ist es umso erfreulicher, wenn diese Verbindung von Kaffeetrinken und einem niedrigeren Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, in anderen Studien bestätigt wird. In der Studie analysierten die Forscher Daten von der sogenannten Health Professional’s Follow-Up-Studie, die die Kaffeetrinkgewohnheiten von fast 50.000 Männern beinhaltet. Während der Zeitspanne von 1986 bis 2006 entwickelte sich bei 4.975 von den Männern ein Prostatakarzinom.

Die Ergebnisse zeigen, dass Männer die viel Kaffee getrunken haben – sechs oder mehr Tassen am Tag –, ein um 59 Prozent verringertes Risiko hatten, an dem fortgeschrittenen Prostatakrebs zu erkranken, verglichen mit den Nicht-Kaffeetrinkern. Aber die Forscher sagen, es ist nicht nur das Koffein, das für die Prostatakrebsvorsorge so positiv verantwortlich ist. Die Studie zeigte, dass Männer, die entkoffeinierten Kaffe tranken, die gleiche Verminderung des Risikos beim aggressiven Prostatakrebs hatten. Kaffee enthält neben dem Koffein eine ganze Menge von anderen, wirksamen Inhaltsstoffen wie Antioxidantien und Mineralien. Diese können auch eine Rolle bei der Vorsorge von Prostatakrebs haben. Um darüber gesicherte Aussagen zu machen, sind noch weitere Untersuchungen nötig. Kaffee hat nicht nur positive Effekte auf den Insulinhaushalt und den Glucose-Abbau im Körper. Kaffee hat a uch Auswirkungen auf den Level der Sexualhormone, und diese spielen eine große Rolle beim Prostatakrebs.

Mein Rat: Der gesundheitliche Nutzen von Kaffee scheint größer zu sein, als die Mediziner bisher in ihren Untersuchungen festgestellt haben. Sie müssen jedoch aus Vorsorgegründen nicht gleich literweise Kaffee trinken. Es gibt zur Vorsorge von Prostatakrebs auch eine Reihe anderer Nahrungsmittel.

Lesen Sie dazu in meinem Buch „Was Mann über 40 wissen sollte: Gefahrenzone Prostata: Beschwerden vorbeugen, verstehen und behandeln“, welche Lebensmittel bei Ihnen helfen, Prostatakrebs vorzubeugen.

Dr. Ralf HettichMehr Informationen im Webblog: Dr. Ralf Hettich's Neuigkeiten zur Prostata-Gesundheit.

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