Die Andropause der Männer hat viele Namen
Bei vielen Männern, die die 40 überschritten haben, können folgende Symptome auftreten: leichte Reizbarkeit, Wetterfühligkeit, Hitzewallungen, depressive Verstimmungen, allgemeiner Verlust der Lebensfreude und ein Nachlassen der Lust auf Sex. Die Männer fühlen sich schlaff, schlafen schlecht ein und haben immer weniger Interesse an einem aktiven Sexualleben.
Für diese Situation sind viele Begriffe gefunden worden. Die einen nennen es die Midlife-Crisis, andere reden von einem der Frauenmedizin entliehenen Klimakterium. Männerärzte haben gar eine ganze Reihe von Fachbegriffen dafür: Am populärsten wurde ADAM (Androgen Decline in the Aging Male), PADAM (Partial Androgen Decline in the Aging Male) Klimakterium virile, der alternde Mann und das Aging-Male-Syndrom. An anderer Stelle sprechen die Andrologen auch von Altershypogonadismus und dem TMS (Testosteron-Mangel-Syndrom).
In der Andropause nimmt der Testosteronspiegel ab
Verantwortlich für die Andropause ist die Abnahme der männlichen Sexualhormone (Androgene) und der Wachstumshormone (DEAH).
Doch anders als bei den Frauen mit dem Klimakterium verläuft die Andropause bei den Männern viel langsamer. Die Menge des Sexualhormons Testosteron sinkt ab dem 40. Lebensjahr jährlich um etwa ein bis zwei Prozent. Liegen die Testosteronspiegel im Blut bei gesunden, jüngeren Männern zwischen 25 und 40 nmol/l, kann der Testosteronspiegel bei älteren Männern auf unter 12 nmol/l absinken. Ein 70-jähriger Mann hat durchschnittlich zwei Drittel niedrigere Testosteronwerte als ein junger Mann. Diese Abnahme des Testosterons ist primär die Folge von Veränderungen in den Hoden, einer veränderten Regulation der Testosteron-produzierenden Leydig-Zellen sowie der Erhöhung des SHBG-Spiegels (Sexual Hormone Binding Globuline).
Ein Testosteronmangel zeigt sich durch vielfältige Symptome
Die Andropause oder besser gesagt der Testosteronmangel äußert sich durch eine ganze Reihe von Symptomen wie:
- Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
- Haarausfall, schwächerer Bartwuchs
- Abnahme der Muskelkraft
- Übermäßiges Schwitzen, Hitzewallungen
- Nachlassen der Griffstärke
- Abnahme der Libido
- Erektionsstörungen
- Verkleinerung der Hoden
- Gewichtszunahme
- Abnahme der Knochenmasse
- Leistungsminderung
- Depressive Stimmung
- Schlafstörungen
- Müdigkeit
Bei der Beurteilung der Testosteronwerte sind die Grenzen sehr fließen d
Die verschiedenen aufgeführten Symptome des Testosteronmangelsyndroms sind mit unterschiedlichen Schwellenwerten verknüpft. Bei Testosteronspiegeln, die zwischen 15 und 12 nmol/l liegen, kann es zur einer verminderter Libido und Antriebskraft kommen. Fällt der Testosteronspiegel unter 12 nmol/l, nimmt die Fettmasse zu und es beginnt sich ein metabolisches Syndrom auszubilden. Bei Werten unter 10 nmol/l treten Depressivität, Konzentrationsmangel, Schlafstörungen und Diabetes mellitus auf. Haben Sie Testosteronwerte unter 8 nmol/l, treten die typischen Symptome wie Schwitzen und erektile Dysfunktion auf. Bei diesen genannten Werten handelt es sich um Mittelwerte und die Grenzen sind sehr fließend. Es besteht immer ein gewisser Spielraum in der Symptomatik.
Prostata - was Mann ab 40 wissen sollte
Viel zu lange sind die Probleme, die Männer mit zunehmendem Alter mit ihrer Prostata haben tabuisiert worden.
Um Vorsorge Untersuchungen ranken sich Angst einflößende Märchen und Mythen und viele Männer glauben immer noch, dass eine Vergrößerung der Prostata einem Todesurteil gleich kommt.
Mit diesen alten und falschen Bildern räumt dieses Buch auf.
| » Empfohlen von "Hauptsache Gesund", der Gesundheitssendung im MDR-Fernsehen. |
» Dr. Ralf Hettich über "Gefahrenzone Prostata" im Schwarzwälder Boten. (PDF 972 KB)



