Geld ist ein guter Diener – aber ein schlechter Herr
„Die Frömmigkeit bringt in der Tat reichen Gewinn, wenn man nur genügsam ist. Denn wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen. Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen. Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen und schädlichen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet. Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.“
1. Timotheus 6, 6–16
Ganz egal, wie Sie es drehen und wenden: Geld regiert die Welt. Und ein großer Teil unserer täglichen Aufmerksamkeit ist nur darauf gerichtet, Geld zu verdienen, damit wir es an anderer Stelle wieder ausgeben können.
Während wir diesem ewigen Rhythmus hinterherjagen, die einen mehr, die anderen weniger begeistert, werden uns tagtäglich schlechte Nachrichten entgegengeschleudert: Aktien, die fallen, Banken, die Pleite machen, Traditionsunternehmen, die ums Überleben kämpfen – alles wenig erbaulich. Und auch hier gilt: alles nicht wirklich neu.
Geld an und für sich ist nicht gut oder schlecht. Und dennoch hat es so viel Gewalt über unser Leben, dass es Ehen vernichtet, Familien zerstört, Existenzen dem Erdboden gleichmacht und dass einstmals hohe Ideale verraten werden, um der Laune eines Zahlungskräftigen nachzugeben.
Die Bibel kennt unendlich viele Textstellen, in denen sie uns auf das Thema Geld und den Umgang mit Geld hinweist. Sie warnt und sie mahnt uns und sie versucht, uns zu führen. Weil niemand besser weiß als Gott, wie leicht wir in Versuchung zu führen sind und wie destruktiv die Konsequenzen von Geld in falscher Anwendung sein können, warnt uns sein Wort immer und immer wieder.
Gerade denen, denen Reichtum als höchstes Gut und erstrebenswertestes Ziel im Leben scheint, sollte viel öfter das Buch der Sprüche in den Schoß fallen. Kein Ziel, das auf Geld gerichtet ist, rechtfertigt die Mittel, die viele bereit sind einzusetzen.
„Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen. Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und, was sie haben, mit anderen teilen. So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen.“
1. Timotheus 6, 17–19
Integrität, Freigiebigkeit, Liebe, Erbarmen, Treue und Ehrlichkeit haben kein Preisschild – aber sie haben einen Wert. Und diese Werte bleiben. Geld und Reichtum nicht. Beim nächsten Mal, wenn der Urlaub ein Loch in die Kasse gerissen hat, das wir mit allen Mitteln versuchen zu stopfen, sollten wir uns daran erinnern, dass der Besitz von Geld die Probleme nicht immer löst. Ich wünsche Ihnen einen wertvollen Tag!
