Die Vergangenheit loslassen um die Zukunft zu gewinnen
„Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.”
Philipper 3, 13
Ich persönlich finde, es ist okay zu scheitern, wenn man etwas Neues probiert. Oder wenn man etwas ausprobiert. Mein Freund Jürgen sieht das anders. Er kann sich nicht verzeihen, wenn er einen Fehler macht. Und liegt er auch noch so lange zurück. Verbissen schraubt er sich wieder und wieder in die Vergangenheit und versucht zu erkunden, warum etwas schiefgegangen ist. Mir gefällt die Sicht des Apostel Paulus deswegen so gut, weil er ganz klar sagt: Ich weiß nicht, was schiefgelaufen ist. Ich habe es nicht begriffen. Aber ich weiß, es liegt hinter mir, und ich kann es nicht zurückholen. Ganz gleich, wie sehr ich mir das wünsche. Aber ich kann etwas anderes tun: Ich kann es in Zukunft anders und vielleicht auch besser machen. Alles, was ich dazu brauche, ist das Vertrauen auf Gott, dass er meine Wege leitet, und den Willen, mich zu strecken, mich anzustrengen und nicht nachzulassen. Diese, wie ich finde, schöne Perspektive auf das, was war, ist und sein könnte, hat mich auf folgende drei Ideen gebracht:
Idee 1 – Tun Sie Ihr Bestes!
Viele Menschen scheitern, weil sie sich zu sehr anstrengen. Der Erfolgsdruck ist gewaltig und irgendwann geben sie diesen Druck nach außen weiter. Das Geheimnis ist aber: Lieben Sie das Spiel. Bringen Sie die beste Leistung, zu der Sie fähig sind – aber hoffen Sie niemals darauf, Ihren Namen in den Schlagzeilen zu lesen. Tun Sie Ihr Bestes mit Lust, aber nicht mit Druck. Erinnern Sie sich immer daran, warum Sie tun, was Sie tun. Erinnern Sie sich daran, dass Sie niemandem beweisen müssen, wie gut Sie sind. Lieben Sie Ihre Arbeit und nützen Sie anderen.
Idee 2 – Machen Sie sich positive und kreative Gedanken
Ihre Vorstellungskraft ist ein mächtiger Erfolgsfaktor. Ihre mentale Einstellung zu den Dingen entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Projektes. Stellen Sie sich Folgendes vor: Auf dem Boden liegt ein Brett, mit dem man Betonverschalungen macht. Breit und stabil. Wenn ich Sie jetzt bitten würde hinüberzugehen, wäre das kein Problem für Sie. Und nun stellen Sie sich das gleiche Brett in 50 Meter Höhe vor! Und, was meinen Sie, wie viele Menschen würden dieses Brett immer noch, ohne zu zögern, überqueren? Nicht allzu viele? Ja, das sehe ich auch so. Und warum? Weil Ihre Vo rstellungskraft Ihre Knie schon beim bloßen Gedanken daran hat weich werden lassen. Mein Vorschlag: Jetzt stellen Sie sich vor, Sie haben Gott an Ihrer Seite. Was brauchen Sie Netz und doppelten Boden? Er hält Sie! Er trägt Sie! Machen Sie davon ein inneres Bild und erleben Sie, was Sie in dieser neuen Woche alles tun können!
Idee 3 – Übergeben Sie Ihr Leben an Gott
Wer sein Leben wirklich Gott übergeben hat, wird daraus unendliche Kraft schöpfen. Aber ein bisschen glauben reicht nicht. Wirklich glauben und Gott als den Herrn akzeptieren heißt totale Hingabe. Ein wirklich schönes Gebet zur Übergabe des Ich habe ich Ihnen hier herausgesucht.
Gebet von John H. Newman (1801–1890),
Pfarrer und Theologe
O Herr, ich gebe mich Dir,
ich vertraue Dir ganz.
Du bist weiser als ich,
Du liebst mich mehr als ich mich selbst.
Mögest Du denn Deinen hohen Ratschluss in mir erfüllen,
was immer er sei – wirke in mir und durch mich.
Ich bin geboren,
Dir zu dienen,
Dir zu gehören,
Dein Werkzeug zu sein!
Ich will nicht sehen,
ich will nicht wissen,
ich verlange nichts,
als dass Du mich gebrauchst.
Amen
Ja zum Glauben
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