Lassen Sie nicht zu, dass eine überaktive Blase Ihr Sexleben zerstört

Nach einem langen und anstrengenden Tag machen Sie sich für die Nacht zurecht und freuen sich darauf, endlich im Bett zu liegen. Erschreckt fahren Sie hoch, denn Sie fühlen eine warme Feuchtigkeit zwischen Ihren Beinen. So etwas haben Sie nicht mehr gefühlt, seit Sie 5 Jahre alt waren. Sie haben in das Bett genässt.

Für schätzungsweise 16 Prozent der Menschen über 18, die eine überaktive Blase haben, ist dieser kleine Unfall ein ganz normales Geschehen. Auch wenn sie kurz vor dem Zubettgehen noch einmal im Bad waren, wachen sie oftmals nachts auf und müssen noch mal Wasser lassen. An einen guten und gesunden Schlaf ist da nicht mehr zu denken.

Generell sammelt sich die Harnmenge in der Blase an. Und so können Sie auch in der Nacht sechs bis acht Stunden schlafen, ohne das Badezimmer auch nur einmal aufsuchen zu müssen.

Eine überaktive Blase beeinflusst auch Ihr Sexleben

Leiden Sie unter einer überaktiven Blase, sind auch Ihre anderen Bettaktivitäten davon betroffen. Fast nichts kann Ihre intimen Momente so stören wie der Moment, in dem Sie die Kontrolle über Ihre Blase verlieren. Sexuelle Aktivitäten an sich reizen Ihre Blase und können zu einem Harnverlust während des Liebesaktes führen. Das passiert im Übrigen den meisten Menschen, die eine überaktive Blase haben. Zwar sind beim Geschlechtsverkehr durchaus Körperflüssigkeiten im Spiel. Wenn die Gedanken jedoch dahin gehen, dass dies Urin sein könnte, ist es meist unangenehm und irritierend.

Zwar betrifft dies meistens weibliche Patienten mit Schwierigkeiten beim Harnhalten, doch auch bei Männern tritt dieser Harnverlust auf. Meist sind damit eine sexuelle Unzufriedenheit und sogar ein Rückgang der sexuellen Aktivitäten verbunden.

So bekommen Sie Ihren Spaß wieder zurück

Hier zeige ich Ihnen, was Sie gegen Ihr Unbehagen und Unwohlsein während des Sexes tun können:

1. Reden Sie darüber:

Als Erstes müssen Sie davon ausgehen, dass Ihr Partner wahrscheinlich mehr Verständnis für Ihre Sorgen und Nöte aufbringen wird, als Sie vielleicht erwarten werden. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, bevor Sie mit ihm Sex haben. Warten Sie nicht, bis es passiert ist, und sagen dann: „Oh, was ist da passiert?“. Es ist viel besser, lange vorher darüber zu reden.

2. Machen Sie einen Plan:

Bereiten Sie sich auf den Sex vor, wie Sie es zum Beispiel bei Ihrem Zubettgehen tun. Denken Sie auch hier: Doppelt hält besser! Trinken Sie lange vor dem „Ereignis“ nichts mehr und vermeiden Sie Speisen und Getränke, die Ihre Blase reizen können. Das heißt auch, dass es möglicherweise eine gute Idee ist, das romantische Glas Wein wegzulassen!

3. Essen Sie ballaststoffreich:

Eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse und Vollkornbrot beugt Verstopfung vor und vermindert damit den Druck auf die Blase.

Mein Rat: Lassen Sie sich Ihr Liebesleben nicht von der überaktiven Blase terrorisieren. Wenn Sie mit Ihrem Partner über Ihr Blasenproblem gesprochen haben, ist der erste und wichtigste Schritt getan. Dies kann Sie von dem Druck befreien, der Ihr Leben und auch Ihre Sexualität belastet hat.

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