Warum Männer uns Frauen immer ähnlicher werden
Anfang des Jahres titelte das Time Magazine: „Der Kampf der Geschlechter ist vorüber und der Gewinner steht fest.“
„Es ist nicht länger eine Männerwelt, in der wir leben“, erklärte das Time Magazine. „Aber es ist auch keine Frauenwelt. Es ist eine Welt, die sich ständig verändert und den Gewinner immer neu auslost.“ Tendenziell aber gehen die Frauen aus diesem Kampf der Geschlechter derzeit als die Sieger hervor. Zu dieser Annahme kommt man, wenn man sich die demografischen Kennzahlen etwas genauer anschaut.
Das Leben und die Lebensinteressen der Männer rund um den Globus nähern sich immer mehr an das der Frauen an. Ein Beispiel: Im Jahre 1977 glaubten noch 72 % der Männer, dass sie die wesentlichen Ernährer ihrer Familien sind. Frauen kümmerten sich um den Haushalt und die Familie – die drei großen K waren noch in Mode: Küche, Kinder, Kirche.
Heute teilen nur noch 42 % aller Männer und 38 % der Frauen diese Ansicht. Die männlichen Verhaltensweisen werden sehr stark durch die der Frauen beeinflusst. Im Jahre 1977 verbrachten die Männer durchschnittlich nur 6 Stunden pro Woche mit Hausarbeit, Frauen bis zu 21 Stunden. Heute verbringen die Männer bis zu 13 Stunden, Frauen gerade mal 17 Stunden wöchentlich damit.
Vor 40 Jahren nahm sich der durchschnittliche Max Mustermann gerade mal 1 Stunde täglich Zeit für seine Kinder, während die durchschnittliche Gerda Mustermann sich bis zu 4 Stunden täglich Zeit nahm. Heute nimmt sich Max bis zu 3 Stunden Zeit, während Gerdas Zeit eher knapper wird.
„Um eine Kultur kennenzulernen, schauen wir auf ihre Helden“, so heißt es. Und auch hier sieht man, dass sich die Führungsmodelle ändern. Vorbei sind die Zeiten von „König“ Helmut Kohl oder Gerhard „der Entscheider“ Schröder oder Götz „der Schupo“ George.
Ihre Plätze haben Menschen eingenommen, die nicht weniger visionär sind, aber pragmatischer und versöhnlicher. Menschen wie Barack Obama oder Angela Merkel.
Auch unsere Helden aus den Filmen haben ihre männlichen Muskeln verloren. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Bruce Willis sind längst vom Bildschirm verschwunden. Aber auch die lustig- jugendlichen Darsteller wie Tom Cruise, Brad Pitt, und Will Smith bedeuten uns nicht mehr ganz so viel wie damals. Heute sind die gefragtesten Männer Typen wie der süße Johnny Depp.
Seien wir doch mal ehrlich, meine Herrn: Der Kampf der Geschlechter ist vorbei. Die Frauen haben gewonnen. Vorläufig jedenfalls.
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